Fehler
  • Fehler beim Laden des Feeds

Konstant unkonstant

Konstant unkonstant. Anders kann man den Verein FC Schalke 04 nicht zusammenfassen. Erinnerungen an den Schluss der vergangenen Saison sind in den letzten Wochen ebenfalls wach geworden. Das direkte Duell um Platz drei gegen Hertha BSC ging 2:0 sang- und klangslos verloren. Es folgte ein mehr als schmeichelhafter 2:1-Heimsieg gegen Mönchengladbach und das folgende Spiel in Ingolstadt (3:0-Niederlage) war ein unerklärlicher Rückfall in die jüngste Vergangenheit. Man glaubte eine Wiederholung einer derartigen Rückrunde wie in der vergangenen Spielzeit wäre nicht möglich aber man sah sich getäuscht. Keine Leidenschaft, kein Aufbäumen und zuviel passiv. Im Derby zeigte der Gegner den Königsblauen schnell die Grenzen auf. Man kann das 2:2-Unentschieden zwar als Erfolg bezeichnen aber auffällig war nicht nur in diesem Spiel sondern auch in den anderen Spielen zuvor, dass kein System zu erkennen ist. Man stützt sich zu sehr auf die individuelle Klasse der Spieler. Am 29. Spieltag müssten die Laufwege der Mitspieler eigentlich bekannt sein. Nicht so auf Schalke. Eine Weiterentwicklung ist nicht zu erkennen. Es wird gemunkelt, dass ab der nächsten Saison Markus Weinzierl die Mannschaft leiten wird. Er wird mit seiner aktuellen Mannschaft wie André Breitenreiter in der vergangenen Saison zum letzten Heimspiel der Saison am vorletzten Spieltag in der Arena sein. Zufall?

Ein paar Eindrücke vom Training nach dem Derby:



Frühlingsgefühle in Madrid

Vor genau einem Jahr hätte sich Schalke in die Geschichtsbücher des internationalen Fußballs eintragen können. Geblieben ist nur eine Randnotiz aber für sämtliche Schalker war es nach dem zweiten Wunder von Mailand am 4. April 2011 der Höhepunkt schlechthin: der 3:4-Auswärtssieg im „Estadio Santiago Bernabeu“ in Madrid am 10. März 2015.

 
Hätte, hätte, hätte! Hätte Felix Platte im Hinspiel nicht die Latte getroffen sondern den Ausgleich erzielt, hätte im Gegenzug Marcelo höchstwahrscheinlich nicht auf 0:2 erhöht, hätte Benedikt Höwedes kurz vor Schluss zum 3:5 in Madrid getroffen, und wieder hätte, hätte, hätte…. . So bleibt den Schalkern, die an dem Tag in Madrid, ein unvergessliches Erlebnis und die Tatsache, dass nach dem Spiel und am Tag darauf zahlreiche Madrilenen den Schalkern Fans zu der Wahnsinnsvorstellung sowohl auf dem Spielfeld und auf den Rängen gratulierten. Im Zentrum von Madrid sangen die Schalker schon am frühen Nachmittag „Bernabeu fällt“, eine Melodie, die es bis ins Stadion schaffte und langsam aber sicher das Gefühl vermittelte, dass ein Sieg gegen den Favoriten nicht unmöglich wäre. Die Hoffnung bestand auf jeden Fall und wurde schließlich Wirklichkeit, allerdings ohne den erhofften Einzug in das CL-Viertelfinale.
 
Am 6. Oktober 2014 war für Jens Keller nach zwei Siegen aus den ersten zehn Pflichtspielen Schicht im Schach. Der Nachfolger Roberto di Matteo sorgte lediglich zu Beginn seiner Amtszeit als Cheftrainer eine Art Euphorie zu entfachen. Was nach dem begeistertem 3:4-Sieg folgte ist auch noch heute schwer nachvollziehbar. Fast acht Wochen mussten die Schalker Fans auf den nächsten Sieg warten. Am 2. Mai gegen den Vfb war es endlich soweit. Erlöst wurden sie von Klein, der in der 89. Minute durch sein Eigentor den Schalkern einen 3:2-Sieg in der heimischen Arena bescherte (1:0, 1:1, 1:2, 2:2, 3:2). 14 Tage später mussten die Schalker gegen Paderborn eine Minute weniger auf den erlösenden Treffer warten. Diesmal traf Hünemeier in der 88. Minute ins eigene Netz. Ein gellendes Pfeifkonzert beim letzten Heimspiel der Saison begleitete die Spieler in die Katakomben der Arena. Der Trainer der Paderborner, André Breitenreiter, wirkte ziemlich fassungslos als er die Szenen sah. Dabei hatte er noch ganz andere Erinnerungen an Schalke und zwar als Spieler. In der 3. Minute brachte er seine Mannschaft am letzten Spieltag gegen Schalke in Führung und stand bis zu seiner Auswechslung in der 79. Minute auf dem Rasen des Parkstadions. Wir schreiben den 19. Mai 2001…

Die Sommerpause verlief genauso turbulent wie die Rückrunde und es schien so, als würde der Selbstzerfleischungsprozess auf Schalke auch in der neuen Saison seine Fortsetzung finden. Grund war die Suche nach neuen Spielern und einem neuen Trainer, die nicht nur von Schalkern mit sehr viel Interesse verfolgt wurde. Die Wahl fiel auf André Breitenreiter. Auf Anhieb gelang ihm den Zusammenschluss der Mannschaft mit den Fans, wobei es heute wieder einige Risse zu verzeichnen gibt, die durch – unbedachte? – Aussagen des Trainers entstanden ist. Schalke ist eben Schalke und so sorgte in der jüngsten Vergangenheit die Managerdiskussion für einen weiteren Paukenschlag im Verein. Diesmal muss man allerdings zugeben, dass es erst durch den Präsidenten des anderen Vereins die Diskussion in die Öffentlichkeit gelangen konnte. Mittlerweile herrscht auf dieser Position Klarheit aber nicht um den Trainer. Nach einigen mageren Spielen folgte eine kleine Erfolgsserie. Sogar ein Rückstand konnte in einen Sieg (gegen den HSV) verwandelt werden.

Heute jährt sich der 3:4-Sieg gegen Real Madrid zum ersten Mal. Wie im vergangenen Jahr folgt auch in diesem Jahr nach dem 10. März ein Auswärtsspiel in Berlin, auch gegen Hertha BSC. Durch den Treffer von Matip in der 90. Minute endete das Spiel 2:2 (1:0, 1:1, 2:1, 2:2). Damals spielte Schalke als Tabellenfünfter gegen den 14. Morgen Freitag muss unbedingt ein Sieg her. Als Tabellenvierter liegt man heute mit einem Punkt weniger hinter den Berlinern im Kampf um die direkte Qualifikation für die Champions League. Den Schalkern dicht auf den Fersen folgt ebenfalls mit einem Punkt weniger der FSV Mainz! Ein gleicher Absturz wie in der vergangenen Saison würde bedeuten, dass sich die Schalker in der kommenden Saison die Europareise sparen dürfen.

Autogramm nach 6383 Tagen


Am 3. August 1996 spielte der FC Schalke 04 gegen den FC Metz im "Stade Josy Barthel" in Luxemburg. Als Galaspiel des FC Arantia Berdorf zum 50. Jubiläum geplant, war den beiden Mannschaften die Begegnung ein willkommender Test zum bevorstehenden Meisterschaftsauftakt. Neuzugang Marc Wilmots brachte die Knappen bereits nach acht Minuten in Führung. In der 55. Minute erhöhte Ingo Anderbrügge zum 0:2-Endstand. Unnütz zu erwähnen, dass 14 Tage später die Saison 1996/1997 begann und aus Schalker Sicht mit dem Höhepunkt am 21. Mai 1997 in Mailand endete. Die folgenden Spiele, 0:2-Niederlage gegen Freiburg und 0:1-Sieg in Rostock, spielten keine Rolle mehr. Der Sieg gegen Rostock waren übrigens die ersten drei Punkte nach elf sieglosen Partien. 

6383 Tage nach diesem Spiel oder 17 Jahre, 5 Monate und 23 Tage, kam der Torschütze Ingo Anderbrügge am 24. Januar 2014 zur Bezirksversammlung des Bezirks 9 des SFCV nach Koxhausen, in der tiefen Eifel und wenige Kilometer hinter Vianden zu Besuch. Es war die Gelegenheit, die damalige Eintrittskarte signieren zu lassen.

Interessant: Neben dem Bericht im "Luxemburger Wort" vom 5. August 1996, damals noch ganz in schwarzweiss und im Broadsheet-Format, befindet sich ein Artikel über den Auftakt der belgischen Meisterschaft und auf dem Foto ist Nico van Kerckhoven zu sehen.

St. Aloisius-Kirchenfenster im RuhrWort

 
Die Wochenzeitung RuhrWort des Bistums Essen berichtet in ihrer aktuellen Ausgabe vom 27. April über das St. Aloisius-Kirchenfenster in der Josephskirche auf Schalke. Die komplette Seite im pdf-Format gibt es unter diesem Link. Im lesenswerten Beitrag vom Redakteur Ulrich Wilmes werden ebenfalls Schalke-Fans aus Luxemburg namentlich erwähnt und sie wurden ebenfalls abgelichtet. 
 
Update (01.05.2013): Passend zum Artikel kann man unter diesem Link die Titelseite des RuhrWorts sehen. An dieser Stelle noch ein königsblauer Gruß an Pfarrer Ingo Mattauch, der mittlerweile ein regelmäßiger Besucher dieser Internetseite geworden ist.

Vorm Spiel, is inne Kirche

"Nach dem Spiel ist vor dem Spiel". Praktisch jeder Fussballfan kennt dieses Zitat von Sepp Herberger. Auf Schalke, dem Gelsenkirchener Stadtteil, heisst es neuerdings "Vorm Spiel, is inne Kirche". Die katholische Pfarrgemeinde St. Joseph Gelsenkirchen-Schalke lädt samstags vor den Heimspielen des FC Schalke 04 zur Veranstaltung "Offene Kirche Schalke ... nicht nur für Fussballfans" ein, die etwa vier Stunden vor Spielanpfiff beginnt. Eine Gelegenheit, in der Kirche zu verweilen und zur Ruhe zu kommen. Besonders sehenswert ist das Kirchenfenster des Hl. Aloisius, der als Schutzpatron der männlichen Schalker Jugend mit einem blau-weissen Fussball, Stutzen und Fussballschuhen dargestellt wurde.
 
In der Krypta befinden sich ein "Raum der Still", in den Kirchenbänken einige "Denk-Anstösse", im linken Seitenschiff die "Schalker Mauer" mit der Möglichkeit die persönlichen Anliegen anzubringen und so vor Gott zu tragen oder einfach ein "Stossgebet" vor dem Anstoss zum Beispiel an einer der Marienaltäre vorzutragen. Selbstverständlich darf der "Derbysieger"-Schal an der "Schalker Mauer" nicht fehlen.
 
 
Im Kirchenfoyer gibt es auch Kaffe und anderes. Man findet immer einen Ansprechpartner wie zum Beispiel Hubert Deckers, der sehr interessante Anekdoten zu erzählen weiss. Der nächste Termin ist am letzten Heimspiel der Saison am 11. Mai. Für alle, die sich an der Geschichte und Tradition des S04 interessieren, ist ein Besuch der St. Josephs-Kirche Pflicht. Die St. Josephs-Kirche liegt an der Kreuzung Grillo-Strasse/Kurt-Schumacher-Strasse und fällt durch ihre beiden Kirchtürmen auf.
 
 
Weitere Informationen über die St. Josephs-Kirche in Gelsenkirche-Schalke und über das Fenster gibt es unter den folgenden Links:
 

Seite 1 von 2

Zum Seitenanfang