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Mittwoch, 9. Oktober, um 18 Uhr in Mersch

U21 Luxemburg gegen FC Schalke 04

Im Rahmen des European Talents Tournament kommt es am Mittwoch, dem 9. Oktober, um 18 Uhr zur Begegnung zwischen der Luxemburger U21 gegen die Alterskollegen des FC Schalke 04. Gespielt wird in Mersch.

"Ich hätte das nie getan, wenn ich die Bedeutung der Geste gekannt hätte"

"Ich hätte das nie getan, wenn ich die Bedeutung der Geste gekannt hätte". Dieses Zitat stammt von Giorgios Katidis vom AEK Athen, der beim Spiel gegen AE Veria in der 84. Minute den Siegtreffer schoss und anschliessend beim Torjubel den Hitlergruss zeigte. An dieser Stelle möchte ich jetzt die alten Wunden nicht öffnen aber wenn heute, im Jahr 2013, ein junger Mensch die Bedeutung einer solchen Geste nicht kennt, dann ist in der Erziehung/Schule etwas verdammt schief gelaufen. Leider befürchte ich, dass es nicht ein Einzelfall ist wie regelmässig die Wahlresultate es beweisen. Nicht nur im Sport ein fassungsloses Kopfschütteln.

„The Last Yugoslavian Football Team“

Im Rahmen der fünften Auflage des Filmfestivals CinÉast (Central and Eastern European Film Festival), das vom 11. bis zum 28. Oktober in Luxemburg ausgetragen wird, wurde am vergangenen Freitag der Film „The Last Yugoslavian Football Team“ von Vuk Janić gezeigt.
 
Zvonimir Boban, Robert Prosinečki und Davor Šuker sind nur einige Spieler der goldenen Generation, die zusammen 1987 in Chile im Finale gegen Deutschland (BRD) mit Anderas Möller, Marcel Witeczek, Knut Reinhardt und Jürgen Luginger (Trainer Berti Vogts) den Weltmeistertitel gewannen. Den dritten Platz belegte die DDR mit u.a. Matthias Sammer und Dariusz Wosz.
 
Am 16. Mai 1991 gegen die Färöer Inseln lief zum letzten Mal eine „einheitliche“ jugoslawische Mannschaft auf. Beim 7:0-Sieg in Belgrad lautete die Aufstellung wie folgt: Ivkovic 30/37 (Sporting), Mihajlovic 22/1 (Roter Stern), Stanojkovic 27/19 (Partizan), Jarni 22/7 (Hajduk), Spasic 25/30 (Real), Vulic 29/25 (Mallorca), Najdoski 27/6 (Roter Stern), Prosinecki 22/15 (Roter Stern), Savicevic 24/21 (Roter Stern), Pancev 25/24 (Roter Stern), Boban 22/7 (Dinamo); Eingewechselt: Suker 23/2 (Dinamo) für Jarni, Ladic 28/2 (Dinamo) für Ivkovic; Tore: Pancev (2), Boban, Najdoski, Prosinecki, Suker, Vulic. Die erste Zahl steht für das Alter und die zweite für die Länderspiele.
 
Den Mittelpunkt des Dokumentarfilms mit Interviews und Gesprächen zahlreicher Spieler bilden die Begegnungen zwischen Kroatien und (Rest)-Jugoslawien. Diese Spiele wurden am 18. August 1999 in Belgrad (0:0) und 9. Oktober 1999 (2:2) im Rahmen der EM-Qualifikation 1992 in Schweden ausgetragen. Am Ende qualifizierte sich Jugoslawien für die Endrunde. UN-Sanktionen führten dazu, dass Jugoslawien von der Europameisterschaft ausgeschlossen und durch Dänemark ersetzt wurde.
 
Im Anschluß an den Beitrag folgte eine Diskussionsrunde zum Thema „Radikaler Nationalismus, Gewalt und Fußball in Ex-Jugoslawien“ mit Sébastien Louis, ein in Luxemburg lebender Franzose, der als Experte auf dem Gebiet der italienischen Fussballfans gilt. Allerdings verpasste er bei der Einleitung die Verbindung zwischen dem Film und der aktuellen Lage im Fußball aufzubauen mit dem Trugschluß, dass sämtliche Fußballfans Gewalttäter und Radikale seien. Ebenfalls wurde der Eindruck vermittelt, dass sich das Problem der Ausschreitungen ausschließlich auf Ex-Jugoslawien beziehe.
 
Im Saal befand sich ebenfalls ein ehemaliges Führungsmitglied des damaligen Fußballverbandes aus Jugoslawien. In Luxemburg wohnt er seit etwa acht, neun Jahren und lobte den Film für seine objektive und neutrale Darbietung. Allerdings bemängelte er, dass die anschließende Debatte am eigentlichen Aushängeschild des Abends, die letzte Fußballmannschaft Jugoslawiens, vorbei ging. Ein nicht nur für die Zuschauer enttäuschender Abend, der alle Möglichkeiten hatte, die Thematik richtig und gefühlvoll anzugehen.
 
Der Film dauert 85 Minuten. Auf youtube ist der Film „The Last Yugoslavian Football Team“ ebenfalls verfügbar, allerdings dauert er „nur“ 56:30 Minuten.

Koan Respekt

Fiasko dahoam. Koan Titel. Triple-Vize. Egal welche Wörter man benutzt, gemeint ist seit gestern Abend der gleiche Verein: der FC Bayern München nach der Niederlage gegen Chelsea. Nach dem Motto "Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen" stehen für Bayern-Fans schwere Wochen bevor. Sind es nicht sie, die mit Arroganz und Überheblichkeit in den vergangenen Jahrzehnten über andere Vereine und Fans spotteten? In den Stunden der Niederlage und des Sieges kommt der wahre Charakter zum Vorschein und hier haben die Bayern-Spieler binnen einer Woche zweimal ihre dunkle Seite zum Vorschein gebracht.

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